Nach sechs Jahren bei der Basketball Bundesliga habe ich mich entschlossen, zurück zum 1.FC Köln zu kommen. Zurück ans Geißbockheim. Dorthin, wo damals vor knapp acht Jahren alles begann. Unter der Tribüne des Franz-Kremer-Stadions, wo wir im SportsLab auf der Suche nach dem nächsten großen Talent eine digitale Datenbank für das Scouting des „effzeh“ aufgebaut haben und mein Interesse für die wunderbar abwechslungsreiche Landschaft der digitalen Medien im Sport geweckt wurde.

Heute ist alles einiges anders. Der Weg zur Arbeit führt nicht mehr in die Katakomben des alt-ehrwürdigen Stadions, benannt nach dem Gründer-Vaters des Klubs. Die Aufgabe als Teamleiter Club Media ist wie ein Traum, der in Erfüllung geht. Die Gesichter sind neu und trotzdem bekannt. Unverändert ist die Freude auf die Arbeit für einen Klub, der wie kein Zweiter von den Menschen in der Stadt und im Umland geliebt wird.

Dazwischen ist viel passiert. Die Jahre bei der BBL in Köln hätten nicht schöner sein können. Gemeinsam haben wir es geschafft, die Liga in ein neues Zeitalter zu führen, und diesen Weg begleiten zu dürfen, ist eine Erfahrung, die prägt wie keine Zweite: Mit der Vision vor Augen, 2020 die beste Liga Europas zu sein, lässt man in keinem Bereich einfach so locker und lehnt sich zurück, um das Erreichte zu genießen.

Nein, mit verdammt viel Ehrgeiz, großer Freiheit und Rückendeckung ausgestattet haben wir es geschafft, uns zu einem Medien-Unternehmen zu entwickeln, das Media Days durchführt und für Partner, Klubs und Fans Inhalte produziert, ein Team von Spieltagsredakteuren und einen großen Content-Pool aufzubauen, der für jeden Digital Media Manager wie ein kleines Paradies aussehen mag.

Gemeinsam mit einer Vielzahl an Spielern, Mitarbeitern bei den Klubs und nicht zuletzt in Köln in der Ligazentrale haben wir uns gegenseitig gepusht. Immer mit dem Ziel, mehr Menschen für eine wunderbare Sportart zu begeistern.

Dieser Weg ist sicher noch lange nicht zu Ende beschritten. Dennoch ist es Zeit für mich, zu gehen und Abschied zu nehmen. Abschied zu nehmen, um zurückzukommen.

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