Hallo! Hier bin ich! Ja hier! So hab ich nun eure Aufmerksamkeit? Das freut mich 🙂 Heute werfen wir einen Blick auf die Strategie der Tour de France. Das Sportevent gehört zweifelsohne zu den bedeutendsten weltweit, hat aber schon harte Zeiten durchgemacht. Der Glanz bröckelte. Die Faszination blieb. Ganz besonders, wenn wir uns die digitale Kommunikation anschauen.

Zahlreiche Inhalte lassen sich in drei Takeaways zusammenfassen:

Bringt neue Perspektiven ins Spiel

Gibt’s eigentlich irgendwas, was wir bei der Tour noch nicht gesehen haben? Malerische Landschaften, schmerzhafte Stürze, tragische Aufgaben und diese epischen Kämpfe um das Gelbe Trikot am Berg. Been there, done seen that.

Aber seit diesem Jahr ist eine ganz phantastische Perspektive hinzugekommen! Die Fahrerperspektive:

Die Partnerschaft zwischen Tour de France und GoPro ist schlicht und einfach großartig! Endlich sehen wir – direkt aus der Perspektive der Fahrer – wie es so ist im Anstieg nach L’Alpe d’Huez durch das Spalier verrückter Fans oder mit atemberaubenden 100 km/h den Berg runter zu fahren. Großartig für jeden Fan.

Nicht dass die TV-Übertragung von schlechten Eltern sei. Zahlreiche Motorräder und Helikopter versuchen bei den Etappen die besten Bilder eines sich in stetiger Bewegung befindenden Objekts einzufangen. Bei der Zahl an Fahrern und Grüppchen die sich immer wieder bilden, ist es schlicht unmöglich  jede Szene einzufangen. Umso smarter die Fahrer mit GoPros auszustatten.

Sprecht die Sprache der Fans

Gibt es eigentliche eine Sprache, die alle Menschen dieser Welt verstehen? Chinesisch, Englisch oder Spanisch? Ein Frage die man sich als Ausrichter eines globalen Events durchaus stellen kann. Die Antwort? Sie heißt Emoji:

Ein wunderbares Beispiel für Inhalte, die perfekt zur Plattform und zur Zielgruppe passen. Chapeau! Gerade bei einer Plattform wie Twitter, die aufgrund ihres Live-Charakters so schnelllebig und des 140-Zeichen Limits so auf den Punkt ist.

Ob’s gefällt oder nicht, die Emojis sind längst etabliert: Allein im Zeitraum von Oktober 2014 bis Januar 2015 wurden über die Tastatur-App Swiftkey eine Milliarden Emojis versandt, NBA-Teams launchen ihre eigenen Emoji-Tastaturen und Instagram erweitert die Hashtags um Emoji-Hashtags.  Hilfreich um digitaler Kommunikation Kontext zu verleihen.

Keep it real

Keine großen Triumphe ohne schmerzhaftes Leiden in unfassbar schönen Landschaften, umgeben von verrückten Supportern. Die Fotos von der Tour de France auf Instagram bringen die Story des Events auf den Punkt:

Wer solch großartige Fotografen (wie Ashley und Jered Gruber) hat, wie die Kollegen der Tour, der brauch kein aufwendiges Grafik-Design, wie zum Beispiel die NBA um seinen Fans das Event näher zu bringen. Und der bereut es auch nicht, den Posten im Budget entsprechend priorisiert und mit harten Euros ausgestattet zu haben.

Nichts ist schlimmer als sich wiederholende Motive schlechter Fotos. Moment! Sich wiederholende Motive schlechter Fotos an die Massen, welche die meisten Sportteams im Bereich Social Media mittlerweile erreichen, zu schicken. Das ist noch schlimmer.

Es heißt nicht umsonst, dass Bilder mehr sagen als 1.000 Wörter. Und eine Geschichte, deren Ausgang wir schon kennen, lesen wir sicher kein zweites Mal.

Im Ziel

Das Ende der Geschichte der Tour de France ist noch in weiter Ferne. Der Erfolg durch digitale Kommunikation ist schon heute messbar. International hat sich das Interesse an der Tour seit 2012 um 23% gesteigert.

Es werden also noch viele weitere Aspekte des schönsten Radrennens der Welt auf uns zukommen. Bis dahin sag ich, Chapeau an die Damen und Herren aus der Abteilung der Digitalen Medien der Tour de France!

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