Wie haben die das denn gemacht? Immer wieder musste ich mir den Clip aufs Neue anschauen und war fasziniert von der Kreativität. Ein Schmunzeln und einen Klick auf das Profil von Chelsea später war ich dann komplett in ihrer Vine-Welt gefangen. Meine Aufmerksamkeit hatte der Klubs aus der Premier League innerhalb von sechs Sekunden ohne ein einziges Spiel absolviert zu haben.

Wer erzählen möchte, was seine Marke ausmacht, braucht nicht nur Zuhörer (lies Fans), sondern auch deren Aufmerksamkeit. Schließlich will jeder sein Stück von den täglich 166 Minuten Online-Zeit der Nutzer (in GER) haben. Besonderer Content ist gefragt, um aus den 70 Millionen Fotos, die täglich auf Instagram hochgeladen werden oder den 500 Millionen Tweets pro Tag herauszustechen.

Chelsea ist ein wunderbares Beispiel, wie sich mit Kreativität der Content Mix auf ein völlig neues Level heben lässt. Über 200 Millionen Views ihrer Vine-Clips machen Chelsea zum erfolgreichsten Sportteam der Welt. Und damit sind wir schon mitten drin im Case.

Creativity is intelligence having fun – Aufmerksamkeit über kreative Formate im Content-Mix

Wer die Aufmerksamkeit seiner Freunde haben möchte, der erzählt auch nicht bei jedem Treffen die gleiche Geschichte. Ähnliches gilt auch für den Content-Mix im Sport: Live-Ticker, Fotos, Stats – Been there, done that.

Ohne Zweifel sind das wichtige Bestandteile der Geschichte. Um dieser allerdings interessante neue Wendungspunkte zu verleihen brauch es neue Ideen und neue Inhalte, die sich nicht wiederholen. Wie dieser Clip hier 😉

Nehmt alte Dinge, mixt sie mit neuen und bringt sie in einen neuen Zusammenhang. Anlass hier: Der Launch des neuen Trikots. Nutzt die Pre-Season. Hier ist der Zugriff auf Spieler noch am leichtesten. Nehmt euch Zeit und denkt wie ein Fan. Immer mit der Kontrollfrage im Hinterkopf, was euer konkretes Ziel ist. Wollt ihr das Image mit Humor positiv verändern, dann sollte es im ersten Schritt mindestens euch zum Lachen bringen.

There is no I in team – Sponsoren gehören zum Spiel dazu

Klubs sind längt eigene Unterhaltungs-Unternehmen geworden, die ihren eigenen Content produzieren und Fans als ihre „Zuschauer“ haben. Wie im klassischen TV ist die Frage nach der Monetarisierung des Ganzen unumgänglich um die Entscheider zu überzeugen.

Wer seine Zielgruppen kennt, sich als Dienstleister für den Fan versteht, kann mit diesen Kenntnissen über Community seinen Partner wunderbare Aktivierungsmöglichkeiten bieten, die über das klassische Sponsoring hinausgehen. Hier ein schönes Beispiel von unserem Premier-League-Klub:

Dreht ruhig einen Piloten auf eigene Kosten und entwickelt Ideen, mit denen ihr auf eure Partner zugeht. Kalkuliert das Ganze gut durch und gebt dem Partner ein grobes Gefühl, welche Ergebnisse er über eine Content-Kooperation erwarten kann.

Have fun – Positives Image tut jeder Marke gut

Wer dort fischen möchte wo die Fische sind, der sollte den passenden Köder am Start haben. In unserem Fall ist dies der Inhalt. Längst hat sich auf Vine eine eigene Szene entwickelt, die vergleichbar zu den YouTube-Künstlern ist und von vielen Unternehmen für digitale Aktivierungen gebucht wird.

Vine ist für humorvollen Content bekannt und mit knapp 40 Millionen aktiven Nutzern und über 1.5 Milliarden Views pro Tag eine Interessante Plattform um Inhalte neuen Zielgruppen zugänglich zu machen. Ein schönes Beispiel, wie dies im Sport funktionieren kann, bringt uns Chelsea ins Haus:

„Wow, wie haben sie das nun wieder gemacht?“ schießt mir durch den Kopf. Die Antwort findet sich in einem weiteren großartigen Beispiel aus dem Sport: Den San Francisco #FortyViners.

Zusammen mit zwei Vine-Künstlern haben die San Francisco 49ers über die Saison 2014/15 zahlreiche kreative Videos erstellt und knapp 5.5 Millionen Views verzeichnen können, indem sie sich dem Know How der etablierten Produzenten der Plattform bedient haben.

Vinally – Der frühe Vogel fängt den Wurm

Die Frage ob eine weitere Plattform in die Kommunikationsstrategie aufgenommen werden soll ist verdammt wichtig. Zeit ist bei so einer Entscheidung gefragt. Und gleichzeitig hilft es ungemein als Early Adopter von neuen Plattformen Wissensvorsprung zu sammeln um als Dienstleister für Spieler und Sponsoren agieren zu können.

Ein wunderbares Beispiel ist die MLB Advanced Media, eine von den Klubs der Major League Baseball geführte Agentur, die schon seit dem Gründungsjahr 2000 digitale Inhalte erstellt. Seit einige Zeit gehören nicht nur die Teams der MLB, sondern auch Major Leagues wie die NHL, World Wrestling Entertainment oder die Anzeigenproduktion für Partner wie die Bank Of America dazu. Völlig neue Einnahmequellen werden erschlossen.

Sport-Teams als Content-Produzenten für Sponsoren?

Während ich hier diese Zeilen schreibe, kommt bei mir die Frage, ob Klubs die Kommunikations-Agenturen ihrer Sponsoren ablösen können um die Aktivierung der Partscherschaft auf ein neues Level zu heben.

Wie seht ihr das? Ich freue mich auf eure Kommentare!

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